Frieden

Ich ruhe in meinem Sein, erfüllt von Leichtigkeit und Liebe.

Und die Sonne meines Herzens, warm und umhüllend, spendet Licht in der Dunkelheit. Bald ist es soweit – eine Ahnung und Freude einfach zu sein.

Verströmende Liebe, die nichts mehr trennt, weil sie in der Tiefe erkennt und Altes verbrennt, in Dir und in mir, die Fülle des Seins.

Zauberhaftes Spiel – für das höchste Ziel, in der Einheit zu sein und befreit zu erwachen im endlosen Lachen …

(Vatika B. Jacob und Gerd. B. Ziegler)

 

 

Gestiftet von meinem Kollegen Güther Stockinger. Danke!

 

Ich atme - also bin ich!

 

Dein und mein Atem öffnet unser Erleben! Deshalb halten wir ja unserem Atem an, wenn wir in Gefahr, im Stress sind! Atemanhalten machen wir wie "automatisch".

Wir können üben, unseren Atem freizugeben, unseren Atem fließen zu lassen. Im Sitzen, Stehen und Liegen - es geht fast immer. Während du diese Zeilen liest, kannst du auf dein Atmen achten, auf dein Ein- und dein Ausatmen. Unterstützen kannst du dein Erleben, indem du dein Ein-und-ausatmen innerlich mit "Ein" und "Aus" begleitest. Das kannst du sogar beim Gehen erleben: während du ausatmest sagst du bei jedem Schritt "Aus...aus...aus..." und beim Einatmen zu jedem Schritt "Ein...ein...ein...". Tich Nhat Hanh, der Impulsgeber, nennt dieses Gehen und Atmen "Die Erde streicheln". Wir können es auch "Dein Sein streicheln" nennen.

 

 

 

Was möchte ich? Alle anderen wichtigen Fragen...

 

Anja - eine IT Fachfrau - erzählt mir, sie hat sich vor 2 Jahren gefragt "Was möchte ich? Wohin führt mich mein Herzenswunsch?" Bald darauf hat sie sich als Mediatorin ausbilden lassen und arbeitet seither als IT-Fachfrau und als Mediatorin. Und sie erzählt begeistert von ihren Entdeckungen und ihren neuen Möglichkeiten in der Begegnung mit Menschen: Paaren, Teams, Führungskräften...

 

"Was möchte ich? Alle anderen wichtigen Fragen ergeben sich daraus!"

Dieses Zitat von Klaus Vopel beschreibt für mich prägnant die Einladung, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten - und die daraus folgenden Balancebewegungen und Abwägungen zwischen meinen "Bedürfnissen und Anforderungen" zu wagen, durchzuführen...

 

Du kannst diese Frage, diese Einladung auch als eine klassische "Gestaltidee" verstehen: "Mich üben im Wahrnehmen meiner Bedürfnisse und mich immer wieder trauen, auf sie zu achten". Achte auf die Vitalität, die sich im Kontakt zu deinen Bedürfnissen entfaltet - achte auf die möglichen Ängste, die "meine Bedürfnisse an- und ernst nehmen" bei dir auslösen. So surfen wir zwischen unserer Lust und unseren Ängsten, mit unserer Lust und unseren Ängsten.

 

 

Eigenständig und verbunden

 

In meinem Sein-Erleben ist mir "eigenständig und verbunden" wichtig geworden.

Vielleicht erlebst du es auch und willst es selbst ausprobieren: du stellt dich auf deine Füße und spürst deinen Stand. Du öffnest deine Hände und vergegenwärtigst dir die Personen, mit welchen du dich gerade verbunden fühlst.

 

Falls du gerade zu zweit oder in einer Gruppe bist, ist es vielleicht noch leichter, dich eigenständig und verbunden zu erleben: du stellst dich auf "deine eigenen Beine", spürst dich von der Erde getragen - und ergreift die Hände der Person, die bei dir ist - die Hände der Personen, die neben dir stehen und spürst über deine und eure Hände dein Verbundensein und über deine Füße dein Eigenständigsein.

 

 

 

 

Heute schon gelebt?

 

Heute schon gelebt?

Oder nur nach Gehorsam gestrebt?

Das Kribbeln in dir gespürt,

warst von „etwas“ zutiefst berührt?

Kein Geheimnis daraus gemacht?

Hast auch noch laut gelacht?

Geweint oder traurig geblieben,

die eigenen Gefühle beschrieben?

Dem Zensor Einhalt geboten,

Lethargie und Falschheit verboten?

Was so gar nicht Erwachsenes getan,

das unheimlich befreiend wirken kann?

Jemandem gezeigt, dass du ihn liebst,

vielleicht auch nur, dass du ihm vergibst?

Dies alles an einem jeden Tage rate ich dir,

um zu leben sind wir hier!

 

Petra Fischerleitner hat mir und uns dieses Gedicht geschenkt - danke!

 

 

 

JA. NEIN. JUHU!

 

Dies ist für mich eine sympathisch griffige Aussage zum "gesunden Leben".

Es ist wichtig und vitalisierend, deutlich JA zu Situationen und Beziehungen meines

Er-Lebens zu sagen.

Ebenso hilfreich ist es, zu bestimmten Anforderungen in meinem Er-Leben NEIN zu sagen. Auch wenn es scheinbar unabwendbare oder sehr verführerische "Einladungen" sind, zu tun bzw. zu fühlen, was andere von mir wünschen.

Mit JUHU drücke ich meine Lebensfreude, meine Spontaneität, meine Lust am Sein aus - zeige mich bewegt und leicht-sinnig!

 

Welch eine Einladung, die Dynamiken meines Er-Lebens zu erkunden und zu erweitern!

Jürgen hatte heute  seinen 66. Geburtstag und ich habe ihm dieses "Lebensmotto" geschenkt - er hat es überrascht und freudig zustimmend angenommen.

 

Ich kenne den Autor/die Autorin dieses Zitats "Ja. Nein. Juhu!" nicht - du? Ich freue mich auf deine Nachricht... 

 

 

Und lächle dir zu!

 

Von Zeit zu Zeit wirkt es auf mich heilsam und ermutigend, mir zuzulächeln. Im Atmen gelingt es mir noch leichter: einatmend nenne ich mich bei meinem Namen - ausatmend sage ich "Ich lächle mir zu!" So übe ich einige Atemzüge und erlaube mir, mein Lächeln zu schenken.

Erlauben ist überhaupt hilfreich!

 

Auch deine Organe oder ein spontanes Symptom (du spürst einen Schmerz im Nacken oder ein Grummeln im Bauch oder deine Augen trocken...) freuen sich über dein Lächeln und reagieren oft spürbar: du achtest auf dein Atmen und nennst beim Einatmen ein Organ - und sagst beim Ausatmen "Ich lächle dir zu". So kannst du Organe benennen und ihnen zulächeln.

Ebenso kannst du einem gerade erlebten Symptom zulächeln. Und spürst die Wirkung/en.  (Diese Impulse habe ich von Tich Nhat Hanh angenommen)

 

 

vor allem leben

 

"Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man so gar nichts tun kann:

der eine heißt gestern, der andere heißt morgen;

also ist heute der richtige Tag, um zu lieben, zu glauben, zu handeln

und vor allem zu leben."

 

Dalai Lama

 

 

 

 

 

 

 

Petra Pieringer hat mir und uns den Text und das Bild zugesandt - danke!

 

 

 

 

Die Erlaubnis ist wichtiger als mein Bemühen

 

Ich erlebe viele Menschen und mich im Bemühen. Manchmal glauben wir, dass mehr Bemühen mehr Wirkung hat. Und manchmal trifft das auch zu - tröstlich!

Bei Glücks-Anliegen hat sich die Erlaubnis als das Wichtigste herausgestellt:

ich erlaube mir in dieser Situation ... glücklich sein zu!

Ich erlaube mir in diesem Kontext ... glücklich zu sein!

 

So ähnlich kann ich mir einige meiner Wünsche und Ziele erlauben:

darf ich mein Ziel erreichen?

Darf mein Wunsch in Erfüllung gehen?

Darf ich?

Ich erlaube mir!

Foto von meinem Freund Max Kastenhuber

 

"Balance ist beides - glücklich sein auch!"

 

Albert erzählt mir: "Bisher habe ich als Balance verstanden, den angenehmen Pol zu leben. Jetzt habe ich entdeckt, dass Balance ja das Balancieren von zwei unterschiedlichen, manchmal gegensätzlichen Polen in meinem Erleben bedeutet."

 

Das erinnert mich daran, dass mir Elfie ihr Glücklichsein so beschrieben hat:

"Glücklich erlebe ich mich, wenn es mir gelingt, das Angenehme und das Herausfordernde in meinem Leben als zu mir gehörend zu sehen! Beides gehört zu mir, zu meinem aktuellen Leben.

Wenn ich mich so erlebe, bin ich meinem Glücklich-Sein nahe."

 

 

 

 

 

vital handeln - achtsam sein

 

Mit meiner Kollegin Margit habe ich dieses Leitmotiv entwickelt - es gefällt mir ausgezeichnet. Der Erlebnisraum, der sich dazwischen eröffnet, fühlt sich für mich weit und lebendig an.

 

Probiere es: wähle dir einen guten Ausblick - indoor oder outdoor - wähle eine dir aktuell wohltuende Körperhaltung (stehend, liegend, sitzend, gehend) und atme in diese zwei Dimensionen hinein: "vital handeln - achtsam sein".

 

Schenke dir dazu einige Atemzüge und eine gute Aussicht!

 

Speziell anregend kann es sein, wenn du es in zwei unterschiedlichen Modi übst:

in einer ruhenden und in einer bewegten "Haltung".

 

 

 

 Löwenzahn

 

Er bricht mit seiner Kraft durch Asphalt,

wächst in Beton und Felsritzen,

aber sehr gern auch auf einer saftigen Wiese.

 

Er hat wehrhafte Löwen-Zähne.

Seine Wurzeln sind - ohne sehr tief zu graben –

nicht auszureißen.

 

Der rohrförmige Stängel bildet eine starke Verbindung

zwischen Boden und Blüte,

die Milch seines Lebens darin fließen zu lassen.

 

Er schmeckt heilsam bitter, wenn er alt wird;

wenn er jung ist, geben seine Blätter einen kräftigen Salat.

 

Braucht nicht viel zum Überleben,

kommt jedes Jahr von selbst aus der Erde.

Dann leuchtet er, ein Frühlingsbote, lebenslustig gelb.

 

Nach der Blüte löst er sich in vielen weißen Schirmchen auf

und verbindet sich mit dem Himmel.

 

So kann er sehr große Entfernungen überbrücken,

und ein Teil von ihm kann in der Fremde

neu keimen und Wurzeln schlagen. 

 

Christine Tschötschel-Gänger hat mir und uns ihr Gedicht und Bild geschenkt. Getextet und gemalt im Frühling 2013.   www.tschoetschel.at

 

 

 

 

Leben ist Liebe in Aktion

 

Sei die Liebe die Du bist und es geschieht Wunderbares.

 

  

Geschenkt von Wolfgang Schurr. Danke!

 

 

 

„Das erste Wirkende

ist das Sein des Erziehers, 

das zweite, was er tut 

und das dritte erst, was er redet.“

 

Romano Guardini

 

Geschenkt von Hubert Teml